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„Was für uns im Rückblick am meisten zählt, ist die Arbeit im Team“

Freitag, 12. Februar 2010

Vor einem Jahr wusste noch keiner der fünf Jungs aus Hessen, was sie beim Deutschen Gründerpreis für Schüler alles erwarten würde: Als Bundessieger ausgezeichnet, ging es nach Berlin und dann ins Future Camp – eine Zeit mit unvergesslichen Höhepunkten und viel Medienrummel.

Ihr habt letztes Jahr beim Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen und die Jury mit eurem Geschäftskonzept zum Thema Zahnprophylaxe überzeugt. Was war das für ein Gefühl, aus über 1.200 Teams bundesweit als Sieger hervorzugehen?

DentaCare: „Als wir zur Siegerehrung nach Hamburg gefahren sind, waren wir zwar davon überzeugt, dass wir sehr gute Arbeit geleistet hatten, aber dass es bei bundesweit 1.217 Teams ganz bestimmt nicht fürs Siegertreppchen reichen würde. Persönlich war es für uns an dieser Stelle schon mal ein Riesenerfolg, es bis unter die zehn besten Teams geschafft zu haben. Dass wir dann noch gewannen, war echt genial und hat uns unglaublich gefreut.“

Nach eurem Sieg war das Interesse der Medien groß. Auch das ZDF hat einen Fernsehbeitrag über euch für die Sendung WISO gedreht. Wie habt ihr den Medienrummel empfunden?

Jubel DentaCare_kompr

So freut sich das Team DentaCare bei der Bekanntgabe des 1. Platzes bei der Bundessiegerehrung in Hamburg

DentaCare: „Wir waren natürlich ziemlich stolz, nicht nur weil wir es mit unserer Idee ins Fernsehen geschafft haben, sondern weil die Medienpräsenz an unserer Schule eine tolle Sache war. Schlussendlich hat der Dreh mit dem ZDF viel Spaß gemacht und es war ein tolles Gefühl, den gelungenen Fernsehbeitrag bei der Preisverleihung des Deutschen Gründerpreises in Berlin zu sehen.“

Werdet ihr eure Geschäftsidee weiter verfolgen und somit die erste elektrische Zahnbürste, die Krankheiten im Mundraum frühzeitig erkennt, in die Realität umsetzen?

DentaCare: „Bei der Preisverleihung in Berlin haben wir tatsächlich einige Interessenten kennen gelernt und auch Angebote für eine mögliche Umsetzung bekommen. Die Hilfe für einen ersten Schritt in Richtung „realer Umsetzung“ wäre also durchaus gegeben; aber es müsste zuerst einmal viel Kapital und Zeit in die Entwicklung eines solchen High-Tech-Produktes fließen. Da im Moment jedes Mitglied unseres Teams noch mit dem erfolgreichen Abschluss seines Abiturs zu tun hat und die meisten von uns auch schon weiterführende Pläne für ein Studium haben, werden wir die Idee erstmal noch im Hinterkopf behalten.“

Wie habt ihr die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis für Schüler rückblickend empfunden und was hat sie euch gebracht? Wisst ihr schon, was ihr nach der Schule machen wollt?

DentaCare: „Die Teilnahme war in jeder Hinsicht ein Highlight für uns, die wir von Anfang an bis hin zum Future Camp als ‚Abschlussveranstaltung’ genossen haben. Natürlich erhält man im Laufe der einzelnen Runden und wachsenden Aufgaben einen immer besseren Einblick in die Unternehmensstrukturen und –abläufe. Was für uns aber im Rückblick wahrscheinlich am meisten zählt, ist die Arbeit im Team. Besonders jetzt, gegen Schulende, wenn sich langsam abzeichnet, dass sich unsere Wege in sehr unterschiedliche Richtungen entwickeln (von Kunst, Musik über Natur- und Ingenieurswissenschaften bis hin zur Wirtschaft),  erkennen wir, dass gerade durch die heterogene Zusammensetzung unseres Teams unsere Arbeit gut geklappt hat.“

Warum sollte man eurer Meinung nach beim Deutschen Gründerpreis für Schüler mitmachen?

DentaCare: „Es ist definitiv eine Erfahrung, die man nicht verpassen sollte. Auch wenn manchmal kein Interesse an einzelnen wirtschaftlichen Aspekten / Themen besteht, bietet der Deutsche Gründerpreis für Schüler mindestens genauso viele andere (z.B. kreative) Facetten, an denen man selber und im Team wächst.“

Was wünscht ihr den Teilnehmern der aktuellen Spielrunde? Habt ihr vielleicht ein paar „geheime“ Tipps, die ihr weitergeben wollt?

DentaCare: „Der einzige Tipp, den wir mit gutem Gewissen weitergeben können ist, dass die meisten Sackgassen, die sich während der Arbeit im Team auftun, gar keine sind. Mit ein bisschen Kreativität kann man sicherlich aus (fast) allen unscheinbaren und langweiligen Dingen etwas hervorbringen, das andere begeistert.“

Seit zehn Jahren mit Begeisterung und Spaß an Bord – Frank Rehorst, Spielbetreuer der Sparkasse Minden-Lübbecke, im Interview

Freitag, 22. Mai 2009
Frank Rehorst, begeisterter Spielbetreuer bei der Sparkasse Minden-Lübbecke

Frank Rehorst, begeisterter Spielbetreuer bei der Sparkasse Minden-Lübbecke

Herr Rehorst, jetzt sind Sie seit 10 Jahren beim Deutschen Gründerpreis für Schüler aktiv. Was ist für Sie das Besondere am Deutschen Gründerpreis für Schüler?
Ohne Zweifel, dass Schüler hier Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge und unternehmerisches Denken bekommen, die sie ansonsten nicht erlangen würden. Sie lernen Teamwork und nehmen Kontakt zu echten Unternehmern auf, was sicherlich zunächst manchmal etwas Überwindung kostet, das Selbstbewusstsein aber ungemein steigert.

Die zehnte Spielphase ist gerade beendet und jetzt heißt es: Daumen drücken für Ihre Teams. Wie sahen Ihre Aufgaben in den letzten vier Monaten aus?

Zunächst die Vorbereitung und Durchführung unserer Kick-Off – Veranstaltung. Einigen Teams habe ich auch bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmerpaten geholfen. Während der Spielphase ging es dann um die Vorbereitung und Durchführung unserer Workshops zu den meisten Aufgaben. Das geht von der Terminplanung über das „Buchen“ der Fachreferenten bis zum Catering.

Was war Ihr schönstes Erlebnis in all den Jahren beim Deutschen Gründerpreis für Schüler?
Das herausragende Ereignis war sicherlich der erste Platz unseres Teams „Education Electronics“. Die Bundessiegerehrung in Hamburg war eine tolle Veranstaltung, aber Berlin, also die Verleihung des Deutschen Gründerpreises in allen Kategorien, war zweifelsohne ein ganz besonderes Erlebnis.

Wie motivieren Sie Ihre Teams, wenn sie mal einen Durchhänger haben oder vor einem Problem stehen?
Das ist nicht immer ganz einfach, da ich ja auch nicht jeden Tag mit den Teams in Kontakt bin und manchmal erst von Problemen höre, wenn es schon (fast) zu spät ist. In den meisten Fällen sind die Probleme auch hausgemacht. Da stimmt dann die Chemie im Team nicht. Dann beschwert sich meistens der Ansprechpartner im Team darüber, dass er alles alleine machen muss. Ich versuche dann in  der Regel, den Coach auch mit einzubinden und mit ihm zusammen das Problem zu beheben. Dann kommt die Motivation von allein zurück. Es hilft auch manchmal, wenn man dem Team klar macht, dass es zumindest bestes Team seiner Schule werden kann, wenn es diese Aufgabe fristgerecht erledigt.

Welches Geschäftskonzept hat Ihnen in den letzten Jahren besonders gefallen und warum?
Hier ein einziges Konzept aus der Fülle vieler toller Ideen herauszuheben, wäre meines Erachtens ungerecht. Sicherlich war das Konzept von „Education Electronics“ eine zukunftsweisende Sache. Da ging es ja darum, mittels eines kleinen Chips, der unter die Haut implantiert wird, den Blutzuckergehalt zu messen. Die gemessenen Daten werden dann an eine Messstation – z. B. eine Armbanduhr – übermittelt.   Originell war vor einigen Jahren eine ganz andere Idee. Da wollte ein Team Tattoos auf den Markt bringen, die nur unter Schwarzlicht sichtbar werden. Zuhause bei Mami und Papi wäre man so das brave Kind und in der Disco die Queen oder der King. Grundsätzlich muss ich sagen, solange der Deutsche Gründerpreis für Schüler so viele tolle, ausgefallene Ideen hervorbringt, ist mir um die Zukunft der deutschen Wirtschaft nicht bange.

Was glauben Sie, bewirkt die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis für Schüler bei den Teams?
Das hat ein Coach einmal ganz trefflich in einem Satz formuliert: Die Schüler gehen als Jugendliche in das Planspiel hinein und kommen als Erwachsene wieder heraus.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten als Schüler beim Deutschen Gründerpreis für Schüler teilzunehmen, welche Stärken würden Sie als Team-Mitglied einbringen?
Ich denke, ich kann ganz gut organisieren und auch ausgleichen. Außerdem habe ich durch mein Hobby – ich mache in meiner Freizeit hier in unserem Lokalsender Radiosendungen im Offenen Kanal – ganz gut frei sprechen gelernt und auch viele Kontakte knüpfen können. Das habe ich sicherlich in meiner Schulzeit noch nicht gemacht. Aber auch da war schon der Hang zum Theater und zum Radio vorhanden, so dass ich sicher bei der Präsentation der Idee vorn mit dabei gewesen wäre.  Ja, und Schreiben und Dichten hat mir auch schon immer Spaß gemacht. Beim Texten könnte ich mich also auch einbringen.

„Stellt Euch den Diskussionen!“ – Ein Sieger der ersten Stunde gibt Tipps

Mittwoch, 01. April 2009
Immo Landwerth gewann mit seinem Team "Interprise" im Jahr 2000

Immo Landwerth gewann mit seinem Team "Interprise" im Jahr 2000

Immo Landwerth war ein Sieger der ersten Stunde: Mit seinem Team „Interprise“ hat er im Jahr 2000 beim Deutschen Gründerpreis für Schüler gewonnen. Mittlerweile studiert der 27-Jährige an der Technischen Universität München Diplom-Informatik und arbeitet nebenbei bei einer Software Firma.

Immo, wenn Du an den Wettbewerb zurückdenkst – was fällt Dir als Erstes ein?
An unsere Siegerehrung in Hamburg mit Miriam Pielhau. Mein Team und ich hatten vor Ort eine ganze Menge Spaß.

Wieso hast Du am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen?
Ich arbeite seit meinem 16. Lebensjahr als Software-Entwickler. Die Programmierung hat mich aber bereits interessiert, seit ich mit elf Jahren meinen ersten Computer geschenkt bekommen habe. Als Programmierer angestellt zu sein, war das Beste, was ich mir seiner Zeit vorstellen konnte. Von mir stammt auch der in meinem Freundeskreis berüchtigte Satz „Wozu Abi, ich hab doch schon nen Job!“. Bedingt durch die ganzen Erfolgsgeschichten aus dem IT-Bereich hat mich die Selbstständigkeit aber doch auch immer irgendwie fasziniert. Ich nehme an, diese Faszination – plus ein Quäntchen Neugier – haben letztlich dazu geführt bei diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Was war Eure Geschäftsidee?
Um das Jahr 2000 boomte das Konzept der Talkshows. Neue Sendungen schossen wie Pilze aus dem Boden. Daraus entwickelten wird die Idee eines Ticketverkaufs für Talkshows. Das Besondere dabei war, dass wir unter Tickets nicht nur Zuschauertickets verstanden („Tickets vom Fernsehen“), sondern eben auch Plätze als Gäste in der Show („Tickets fürs Fernsehen“). Dadurch entstand ein rundes Geschäftsmodell für unser Unternehmen „Interprise“, bestehend aus den beiden Produkten „Interticket“ und „Intercast“. Beide sollten online über unsere Webseite bestellbar sein.

Im Rückblick verklärt man gerne auch mal Erlebnisse. Fällt Dir noch eine Situation ein, in der es absolut nicht rund gelaufen ist?
Um ehrlich zu sein habe ich mir für unser Team am Anfang keine besonders hohen Erfolgschancen ausgerechnet. Ein Teil von uns war skeptisch, ob die Idee an sich überhaupt funktionieren könnte. Daher gab es fast den gesamten Wettbewerb hindurch heftige Diskussionen zu diesem Thema. Viele Besprechungen, wie denn eine bestimmte Aufgabe zu lösen sei, endeten mit der Fragestellung, ob die Geschäftsidee an sich überhaupt realistisch sei. Nach einem Gespräch mit einem potenziellen Konkurrenten und zwei Mitarbeitern von Endemol hat sich jedoch herauskristallisiert, dass unsere Idee durchaus Potenzial hat. Dieses Gespräch räumte viele Zweifel aus, aber es wurden auch ein paar neue geschaffen. Auf jeden Fall hat es bei mir jedoch den Eindruck hinterlassen, dass wir auch schwierige Probleme lösen können. Das gab mir deutlich mehr Vertrauen zu unserer Idee – vor allem aber zu unserem Team.

So sehen Sieger aus: Das Team "Interprise" aus dem Jahr 2000

So sehen Sieger aus: Das Team "Interprise" aus dem Jahr 2000

Auch die aktuellen Teilnehmer dürften solche Erlebnisse haben. Was rätst Du ihnen?
Auf keinen Fall mit Zweifeln hinter dem Berg halten. Wenn man skeptisch ist, ob etwas funktionieren kann, sollte man im Team darüber sprechen. Der ganze Wettbewerb dient genau einem Zweck: Finde einen Weg, aus einer schwammigen Idee einen konkreten Businessplan zu erstellen. Dabei geht es vor allem um Überzeugungsarbeit. Zunächst einmal muss man sich selbst überzeugen, im Laufe der Zeit aber noch viele andere Personen, wie zum Beispiel potenzielle Mitarbeiter, Partner, Risikokapitalgeber und im Wettbewerb natürlich vor allem die Jury. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass die kritischen Fragen der Teamkollegen auch von Außenstehenden gestellt werden. Darüber zu sprechen und gemeinsam Antworten für die Probleme zu finden und zu entwickeln, ist meiner Meinung nach die beste Vorbereitung für solche Verhandlungen. Das Gegenteil triff natürlich genauso zu: Wenn das Team intern schon nicht mit kritischen Fragen umgehen kann, wird es auf lange Sicht keinen Erfolg haben. Außerdem hat schon Goethe gesagt: „Was nicht umstritten ist, ist auch nicht sonderlich interessant“. Daher mein Rat: Stellt Euch den Diskussionen!

Du studierst an der Technischen Universität München und arbeitest nebenher als Software Engineer. Wolltest Du das schon immer machen?
Nach meinem Abitur habe ich meinen Wehrdienst geleistet. Danach bin ich nach München gezogen, um dort an der Technischen Universität Diplominformatik zu studieren. Seit 2004 arbeite ich neben meinem Studium als Software Engineer bei einer kleinen, aber weltweit operierenden Softwarefirma, die sich auf Microsoft Project und SAP Integration spezialisiert hat. Darüber hinaus bin ich Microsoft Expert Student Partner, in dessen Rolle ich Fachvorträge und Workshops über Microsoft Technologien vor interessierten Studenten halte. Da ich bereits während meiner Schulzeit als Programmierer gearbeitet habe, komme ich trotz meines Alters somit auf bereits über elf Jahre Berufserfahrung.

Und wie geht es weiter?
Eventuell werde ich 2010 in die Vereinigten Staaten ziehen, um dort für Microsoft zu arbeiten. Aber das steht noch in den Sternen. Zunächst einmal werde ich im Herbst diesen Jahres ein dreimonatiges Praktikum bei Microsoft in den USA absolvieren und danach meine Diplomarbeit schreiben. Es wäre sicherlich übertrieben zu behaupten, dass ich mich seit jeher als Software Entwickler „berufen“ gefühlt habe. Aber ich fand das Berufsfeld eben recht früh sehr interessant.

Was hast Du beim Deutschen Gründerpreis für Schüler gelernt, was Dir immer noch nützt?
Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Wäre ich heute ein anderer Mensch? Hätte ich manche Entscheidungen anders gefällt? Möglicherweise ja, möglicherweise nein. Der Wettbewerb hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wenn ich aber etwas Konkretes benennen müsste, wäre es die Erkenntnis, dass Uneinigkeit im Team nicht zwingend schädlich ist. Ganz im Gegenteil: Sie kann sehr förderlich sein. Aber natürlich nur, wenn man sie über ausführliche und ehrlich geführte Diskussionen adressiert.

Hast Du noch Kontakt zu den anderen Teammitgliedern?
Da ich nach meinem Abitur nach München gezogen bin, ist der Kontakt ziemlich eingeschlafen. Natürlich gibt es hin und wieder Kontakt über E-Mail, aber dennoch habe ich den Großteil des Teams seit etlichen Jahren nicht mehr gesehen.

Du wirst auch bei der Bundessiegerehrung dabei sein. Worauf freust Du Dich da am meisten?
Auf das Treffen mit meinen Teamkollegen. Wir haben uns schon geeinigt, dass wir in dem gleichen Lokal anstoßen werden, in dem wir schon damals nach der Siegerehrung im Jahr 2000 gefeiert haben. Das wird ein echter Spaß!

Ihr könnt noch ein paar gute Tipps von Immo Landwerth gebrauchen? Dann nix wie ran an die Kommentarfunktion und her mit euren Fragen.

„Kreativität und Begeisterung wirken ansteckend“ – Staatssekretär Andreas Storm im Interview

Freitag, 27. März 2009
Andreas Storm - Parlamentarischer Staatssekretär

Andreas Storm - Parlamentarischer Staatssekretär und Coach beim Deutschen Gründerpreis für Schüler

An der Dieburger Alfred-Delp-Schule nehmen 24 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 beim Deutschen Gründerpreis für Schüler Teil. Die Unternehmensgründer haben prominente Unterstützung: Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, steht ihnen zur Seite. Wir haben mit dem 44-jährigen CDU-Bundestagsabgeordneten über sein Engagement gesprochen.

Wieso engagieren Sie sich beim Deutschen Gründerpreis für Schüler?
Der Wettbewerb fördert auf spannende Weise das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für wirtschaftliche Zusammenhänge. Er ist damit ein hervorragender Beitrag zur Berufs- und Studienorientierung der Jugendlichen.
Wie oft hatten Sie mit den Schülern schon Kontakt?
Ich hatte bei einem Besuch in der Alfred-Delp-Schule die Gelegenheit zum ausführlichen gegenseitigen Kennenlernen. Dabei wurden auch die Projekte vorgestellt. Nun verfolge ich die Zwischenergebnisse im Internet und stehe selbst auch bei Fragen zur Verfügung. Nach Ostern ist eine weitere Besprechung in der Schule vorgesehen.
Wie können Sie die Teams konkret unterstützen?
Insbesondere bei konzeptionellen Überlegungen stehe ich mit Ratschlägen zur Verfügung.
Was hat Sie an den Projekten am meisten beeindruckt?
Die große Kreativität und Begeisterung wirken ansteckend. Dazu trägt auch die motivierende Begleitung des Lehrers wesentlich bei.
Und wo haben Sie noch Verbesserungsbedarf erkannt?
Manche Projektidee muss noch etwas stringenter durchdacht werden.
Wieso sind Wettbewerbe wie der Deutsche Gründerpreis für Schüler so wichtig?
Solche Wettbewerbe geben den Schülerinnen und Schülern eine hervorragende Möglichkeit, auf kreative Weise ökonomische Zusammenhänge zu lernen und wesentliche Impulse für die eigene Lebensplanung zu bekommen. Das ist gerade in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit überaus wichtig. Deshalb liegt mir die Unterstützung dieser Aktion besonders am Herzen.

Ein internationales Franchising-System für Currywürste – Interview mit Andreas Korn

Freitag, 30. Januar 2009

Andreas Korn - Moderator unseres Vertrauens Andreas Korn hat zwei ganz wichtige Jobs: Seit 1999 moderiert er im ZDF die Kindernachrichtensendung logo!. Und seit zwei Jahren moderiert er die Bundessiegerehrung des Deutschen Gründerpreises für Schüler. In diesem Jahr ist er natürlich auch wieder dabei.

Herr Korn, wie waren Sie als Schüler? Was hat Sie damals ausgezeichnet?
Oha. Jetzt wirds gleich am Anfang brenzlig. Ich bin nämlich gerne zur Schule gegangen. War ne tolle Zeit, vor allem wegen der ganzen Aktivitäten drum rum. Habe fast alle AGs usw. mitgemacht. Das Lernen lief zwar eher nebenher, aber auch nicht schlecht. Immerhin kann ich meinen Namen fehlerfrei schreiben.

Haben Sie sich außerhalb der Schule engagiert? Vielleicht sogar an einem Schülerwettbewerb teilgenommen? Wenn ja – was war Ihre Motivation und wie ist es gelaufen?
Mein größtes Engagement war eine Theater-AG, die ich gegründet und geleitet habe. Da haben wir dann so was wie Loriot-Abende gespielt.

Was könnten Sie heute vielleicht besser, wenn Sie mit 16 Jahren am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen hätten?
Also, ich fand es damals immer total schwierig, sich mit und in einer Gruppe zu einigen. Da wollte ich früher mehr mit dem Kopf durch die Wand als heute. Inzwischen bin ich da viel relaxter geworden.

Und wenn Sie in der nächsten Runde teilnehmen würden: Was wäre Ihre Geschäftsidee?
Ein internationales Franchising-System für Currywürste (auch wegen des günstigen Eigenverzehrs)

Sie haben die letzten beiden Siegerehrungen moderiert. Was zeichnete aus Ihrer Sicht die erfolgreichsten Teams beim Deutschen Gründerpreis für Schüler aus? Wie haben Sie die Teams auf der Bühne erlebt?
Die Moderation des Gründerpreises ist immer ein Fest! Was ich da schon alles an intelligenten und witzigen Unternehmergründer-Ideen gesehen habe, sucht ihresgleichen. Besonders beeindruckend sind natürlich immer Ideen, die auch ne reelle Chance auf dem Markt haben. Und bei der Präsentation gefallen mir immer Performances, die geradeaus sind, bei denen man aber auch mal schmunzeln oder auch lachen darf.

Sie beschäftigen sich als Moderator der ZDF-Kindernachrichten logo! sehr intensiv mit den Kindern und Jugendlichen dieser Generation – welche Themen bewegen diese Zielgruppe gerade? Wie würden Sie diese Generation beschreiben?
Generation Handy-Laptop. Wahnsinn. Schon die ganz Kleinen kennen fast jede Internet-Adresse auswendig.

Gerade jetzt in der Finanzkrise – ist Deutschland wohlmöglich der Gründergeist abhanden gekommen?
Ich glaube nicht. Gerade jetzt sind innovative Ideen gefragt.

In unserem Blog geht es nicht so förmlich zu. Sie haben also jetzt die einmalige Chance, allen Nachwuchsgründern noch etwas mit auf den Weg zu geben, was Sie schon immer mal sagen wollten …
Ihr wuppt das Ding. Setzt Euch hin, trinkt gerne auch mal eine Cola über den Durst und seid kreativ. Ich freue mich sehr auf Euch bei der Preisverleihung und auf die Party danach.

Teamarbeit wird groß geschrieben

Samstag, 20. Dezember 2008

Christine KadolliWer macht was beim Deutschen Gründerpreis für Schüler? In unserer kleinen Serie über die Verantwortlichen hinter den Kulissen haben wir euch bereits Projektleiterin Nadja Töpper vorgestellt. Nun folgt ein Interview mit Spielleiterin Christine Kadolli.

Was sind Ihre Aufgaben beim Deutschen Gründerpreis für Schüler?
Beim Deutschen Gründerpreis für Schüler wird – nicht nur bei den Teilnehmern – die Teamarbeit ganz groß geschrieben. Einzelkämpfer haben keine Chance. So ist es auch bei den Aufgaben, die von mir erledigt werden. Ich arbeite hier ganz eng mit dem Projektbüro des Deutschen Gründerpreises für Schüler und dem ganzen Projektteam zusammen. Deswegen rede ich auch lieber von „unseren Aufgaben“, die „wir“ erledigen …

Und was macht Ihr Team konkret?
Wir sorgen dafür, dass alles klappt, damit die Spielunterlagen zur Verfügung stehen, die Spielplattform aktuell ist und funktioniert, die Teams zuverlässig ihre Aufgaben bekommen, das Ranking pünktlich nach der jeweiligen Aufgabenabgabe stimmt, alle Beteiligten die gewünschten Hilfen und Unterstützung – den Support – erhalten, die Jurierung reibungslos, termingerecht und qualitativ hochwertig erledigt wird, das Feedback der Teilnehmer zum Spiel berücksichtigt wird, das Spiel von Jahr zu Jahr überarbeitet wird, von Jahr zu Jahr das Interesse und die Teilnehmerzahl wächst, und noch vieles mehr.

Die Teilnehmer werden von einem „Mister S“ unterstützt. Was verbirgt sich dahinter?
Hinter „Mister S“ steht ein Team – wie könnte es anders sein – von mehreren Personen. Während der Spielzeit sind wir zu viert oder zu fünft, außerhalb des eigentlichen Wettbewerbs entsprechend weniger Personen.

Wie erreiche ich Mister S?
Am Besten per Mail, zum Beispiel über das Kontaktformular auf der Homepage www.deutscher-gruenderpreis.de/schueler, oder direkt über die Mailadresse misters@dgp-schueler.de .Telefonisch geht es natürlich auch! Unter der Telefonnummer 0711 782 2220 meldet sich das Mister S-Team. Natürlich nur während der normalen Arbeitszeiten – auch Mister S braucht Freizeit! ;-)

Sie sind beim Gründerpreis-Wettbewerb von Anfang an dabei. Was ist Ihnen im Laufe der Jahre bei den Projekten aufgefallen?

Die Projekte der Teams spiegeln die wichtigsten Probleme der Gesellschaft und auch den Zeitgeist sehr schön wieder. Waren zu Beginn viele, viele technische Ideen rund um das Internet und Computeranwendungen „modern“, hat sich das Interesse heutzutage mehr auf das Themengebiet „Energie und Rohstoffe“ verlagert. Auch der auffällige demographische Wandel mit einer immer größeren Generation 50+ spielt eine wichtige Rolle.

Was war Ihr persönliches Highlight beim Deutschen Gründerpreis für Schüler bislang?
Der Teilnahmerekord mit über 1300 Teams im Jahr 2007! Und den würden wir 2009 gerne noch um möglichst viele Teams toppen!

Was ist für Sie jedes Jahr aufs Neue die größte Herausforderung?
Am spannendsten sind für uns immer die Teams! Erst einmal die Quantität: Gibt es einen neuen Teilnahmerekord? Und dann natürlich auch die Qualität: Mit welchen Ideen beschäftigen sich die Teams und wie sind die Ergebnisse? Ein besonderes Highlight ist es immer, die Teams, die man bislang nur von ihren Arbeiten, vom Mailen oder auch Telefonieren kennt, dann auch persönlich bei der Bundessiegerehrung oder dem Future Camp zu treffen. Es macht unheimlich Spaß zu sehen, wie engagiert, intelligent und kreativ unsere Teams sind.

Womit beschäftigen Sie sich, wenn sich nicht am Gründerpreis-Wettbewerb arbeiten?
Das Projekt beschäftigt mich tatsächlich das ganze Jahr über. Während des Wettbewerbs natürlich in stärkerem Maß. Es bleibt aber auch noch Zeit für den Sparkassen-SchulService. Der Sparkassen-SchulService stellt Unterrichtsmaterialien rund um die Themen Geld und Wirtschaft bereit. Rund 130 Medien – Broschüren, Filme und Software – richten sich an Schüler und Lehrer aller Schulformen und Altersstufen. Hier gehören die Themen rund um Geld und Zahlungsverkehr, Sparen und Kredit sowie das weite Feld der Schulentwicklung und des Schulmanagements zu meinem Aufgabengebiet. Wer sich näher informieren will, surft einfach einmal zu www.sparkassen-schulservice.de

„Also Leute, anmelden!“

Dienstag, 09. Dezember 2008

Der Deutsche Gründerpreis für Schüler geht in die zehnte Runde – und zum Auftakt haben wir mit den Verantwortlichen hinter den Kulissen gesprochen. Heute könnt ihr ein Interview mit Projektleiterin Nadja Töpper lesen:

Bis 12. Februar kann man sich beim Gründerpreis für Schüler bewerben. Auf welche Teilnehmer hoffen Sie?

Auf Teilnehmer, die Lust haben, etwas Neues auszuprobieren. Auf Querdenker. Auf Analytische. Auf Kreative. Auf Erbsenzähler. Auf Kommunikative. Und das am Besten in einem Team.

Was müssen die Schüler mitbringen, um eine Chance auf den Sieg zu haben?

Neben dem eben schon genannten: Sie müssen Spaß haben an Wirtschaftsthemen und Teamarbeit. Sie müssen an Ihre Idee glauben und geschickt Ihr Netzwerk nutzen: Unternehmerpate, Coach, Spielbetreuer. Außerdem Biss, Mut, Durchhaltevermögen. – Und Humor. Der hilft in kritischen Situationen!

Was soll das Planspiel erreichen?

Die Jugendlichen sollen die Chance haben, unternehmerisches Denken zu lernen und einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen: Was ist eigentlich Wirtschaft? Was steckt hinter Werbung, Marketing und Finanzierung? Sie können durch praxisbezogenes Arbeiten spielerisch die Welt der Wirtschaft erleben. Und dadurch gleichzeitig viel über die eigene Stärken kennen lernen, und Orientierung bei der Berufs-/Ausbildungswahl bekommen. Als ich in dem Alter war, hatte ich keine Ahnung, was ich eigentlich richtig gut kann oder welchen Job ich mal machen möchte. Das erleichtert die Wahl der Ausbildung nicht gerade…

Der Preis geht in diesem Jahr in die zehnte Runde. Gibt es irgendwelche Neuerungen?

Die zehnte Runde ist ein Erfolg für uns, denn über 35.000 Jugendliche haben seit Beginn teilgenommen. Immer mehr Lehrer binden das Planspiel in den Unterricht ein und Schüler können dadurch praxisorientierten Unterricht erleben, der im Zweifel einfach mehr Spaß macht. Neuerungen gibt es ständig, denn natürlich entwickeln wir das Projekt immer weiter. Wir hoffen auf einen neuen Teilnehmerrekord. Also Leute, anmelden!

Sie sind schon seit fünf Jahren Projektleiterin. Macht die Arbeit immer noch Spaß?

Als ich anfing, hieß das Projekt noch StartUp-Werkstatt, seit 2007 sind wir unter der Dachmarke „Deutsche Gründerpreis“ angegliedert, was eine Aufwertung für die Schüler darstellt. Auffällig ist, dass die Schüler immer die Trends der jeweiligen Zeit aufgreifen, das finde ich gut. Zuerst dachte ich, es wird langweilig, ein Projekt so lange zu begleiten. Aber wenn ich jedes Jahr wieder sehe, wie viel Herzblut die Schüler in Ihre Projekte stecken, dann ist es Ansporn für mich, weiter zu machen!

Was genau machen Sie als Projektleiterin?

Meine Aufgaben sind die bundesweite Vermarktung, die Steuerung zwischen allen Beteiligten, die Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung des Vertriebs, die Events (also Bundessiegerehrung und das Future Camp – vom Ablauf über Dekoration bis hin zur Auswahl des Essens!), und natürlich die Weiterentwicklung des Deutschen Gründerpreises für Schüler.

Sie hatten bislang viel mit der Vorbereitung zu tun. Sind Sie froh, dass es nun bald losgeht?

Na klar bin ich froh, auch wenn ich dadurch nicht weniger Arbeit habe. Aber ich freue mich jedes Jahr wieder auf die spannenden Ideen der Jugendlichen und die Hälfte würde ich auch gerne gleich kaufen oder nutzen… Schwierig ist bloß die Zeit kurz vor dem Bewerbungsschluss. Da bekomme ich Herzflattern. Wieso müsst Ihr euch alle eigentlich immer auf die letzte Minute anmelden??? ;-)

Informationen für die Anmeldung eures Teams für den 10. Gründerpreis für Schüler findet ihr hier:
http://www.dgp-schueler.de