„Also Leute, anmelden!“
Dienstag, 09. Dezember 2008
Der Deutsche Gründerpreis für Schüler geht in die zehnte Runde – und zum Auftakt haben wir mit den Verantwortlichen hinter den Kulissen gesprochen. Heute könnt ihr ein Interview mit Projektleiterin Nadja Töpper lesen:
Bis 12. Februar kann man sich beim Gründerpreis für Schüler bewerben. Auf welche Teilnehmer hoffen Sie?
Auf Teilnehmer, die Lust haben, etwas Neues auszuprobieren. Auf Querdenker. Auf Analytische. Auf Kreative. Auf Erbsenzähler. Auf Kommunikative. Und das am Besten in einem Team.
Was müssen die Schüler mitbringen, um eine Chance auf den Sieg zu haben?
Neben dem eben schon genannten: Sie müssen Spaß haben an Wirtschaftsthemen und Teamarbeit. Sie müssen an Ihre Idee glauben und geschickt Ihr Netzwerk nutzen: Unternehmerpate, Coach, Spielbetreuer. Außerdem Biss, Mut, Durchhaltevermögen. – Und Humor. Der hilft in kritischen Situationen!
Was soll das Planspiel erreichen?
Die Jugendlichen sollen die Chance haben, unternehmerisches Denken zu lernen und einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen: Was ist eigentlich Wirtschaft? Was steckt hinter Werbung, Marketing und Finanzierung? Sie können durch praxisbezogenes Arbeiten spielerisch die Welt der Wirtschaft erleben. Und dadurch gleichzeitig viel über die eigene Stärken kennen lernen, und Orientierung bei der Berufs-/Ausbildungswahl bekommen. Als ich in dem Alter war, hatte ich keine Ahnung, was ich eigentlich richtig gut kann oder welchen Job ich mal machen möchte. Das erleichtert die Wahl der Ausbildung nicht gerade…
Der Preis geht in diesem Jahr in die zehnte Runde. Gibt es irgendwelche Neuerungen?
Die zehnte Runde ist ein Erfolg für uns, denn über 35.000 Jugendliche haben seit Beginn teilgenommen. Immer mehr Lehrer binden das Planspiel in den Unterricht ein und Schüler können dadurch praxisorientierten Unterricht erleben, der im Zweifel einfach mehr Spaß macht. Neuerungen gibt es ständig, denn natürlich entwickeln wir das Projekt immer weiter. Wir hoffen auf einen neuen Teilnehmerrekord. Also Leute, anmelden!
Sie sind schon seit fünf Jahren Projektleiterin. Macht die Arbeit immer noch Spaß?
Als ich anfing, hieß das Projekt noch StartUp-Werkstatt, seit 2007 sind wir unter der Dachmarke „Deutsche Gründerpreis“ angegliedert, was eine Aufwertung für die Schüler darstellt. Auffällig ist, dass die Schüler immer die Trends der jeweiligen Zeit aufgreifen, das finde ich gut. Zuerst dachte ich, es wird langweilig, ein Projekt so lange zu begleiten. Aber wenn ich jedes Jahr wieder sehe, wie viel Herzblut die Schüler in Ihre Projekte stecken, dann ist es Ansporn für mich, weiter zu machen!
Was genau machen Sie als Projektleiterin?
Meine Aufgaben sind die bundesweite Vermarktung, die Steuerung zwischen allen Beteiligten, die Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung des Vertriebs, die Events (also Bundessiegerehrung und das Future Camp – vom Ablauf über Dekoration bis hin zur Auswahl des Essens!), und natürlich die Weiterentwicklung des Deutschen Gründerpreises für Schüler.
Sie hatten bislang viel mit der Vorbereitung zu tun. Sind Sie froh, dass es nun bald losgeht?
Na klar bin ich froh, auch wenn ich dadurch nicht weniger Arbeit habe. Aber ich freue mich jedes Jahr wieder auf die spannenden Ideen der Jugendlichen und die Hälfte würde ich auch gerne gleich kaufen oder nutzen… Schwierig ist bloß die Zeit kurz vor dem Bewerbungsschluss. Da bekomme ich Herzflattern. Wieso müsst Ihr euch alle eigentlich immer auf die letzte Minute anmelden???
