Die Wiederholungstäter aus Minden-Lübbecke

21. März 2009

Romina Pollack (links) und Anne Paulsen (rechts)

Minden-Lübbecke – ganz im Norden von Nordrhein-Westfalen gelegen – ist ein besonderer Landkreis: Denn in wenigen Gegenden Deutschlands ist die Gründerpreis-Begeisterung so groß wie hier. In diesem Jahr machen dort in 31 Teams insgesamt 127 Schüler mit. Alleine an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Minden sind 16 Teams dabei – und alle werden von einem Lehrer betreut: Ingmar Münther.

Romina Pollack und Anne Paulsen haben schon mehrmals beim Deutschen Gründerpreis für Schüler mitgemacht. Dieses Mal sind die beiden 19-Jährigen mit ihrem Unternehmen SUE Electronics GmbH & Co. KG am Start. Die Idee dahinter: ein TFA-Infrarot-Sensor mit Kleintiererkennung, der passive Stromverbraucher im Raum erkennt und automatisch ausschaltet – also beispielsweise den Fernseher im StandBy-Modus. „Das Besondere daran ist die komplexe Zusammenstellung unserer Produkte in Verbindung mit individueller Dienstleistung“, erklärt Romina, „unser Ziel ist es, den unnötigen Stromverbrauch zu reduzieren und somit die Umwelt und die Geldbörsen unserer Kunden zu schonen.“

Die beiden haben lange überlegt, ob sie nochmals mitmachen sollen. Denn sie stecken mitten in der Prüfungsphase. „Da wir aber beim letzten Mal so knapp am Ziel vorbei gelaufen sind, wollen wir die Chance, es noch einmal besser zu machen, nicht verpassen“, so Romina. Aus den bisherigen Teilnahmen habe man sehr viel mitgenommen.

Über ihren Betreuer sind beide voll des Lobes: „Er hat uns immer geholfen und sich Zeit genommen, alles ganz genau mit uns zu besprechen.“ Und wenn es mal einen Durchhänger gegeben habe, sei Herr Münther immer sehr motivierend gewesen. Aber es gibt auch noch andere Unterstützung: Frank Rehorst von der Sparkasse Minden-Lübbecke. „Es gab Tage, da sind wir in seinem Büro ein- und ausgegangen“, erinnern sich Romina und Anne. „So manches Mal hatte er bestimmt Wichtigeres zu tun gehabt, aber Herr Rehorst hat sich immer Zeit genommen, uns zugehört und versucht, uns bei Problemen zu helfen!“
Wir hoffen natürlich, dass alle 1217 Teams auf so tolle Unterstützung zählen können!

Mein Freund, der Kühlschrank

19. März 2009
Das Team von KÜHLI electronics

Das Team von KÜHLI electronics

In Zukunft wollen wir euch hier im Blog auch einige Teams und ihre Unternehmens-Ideen vorstellen. Wenn ihr selber dabei sein wollt, commentet einfach und wir werden euch kontaktieren. Den Anfang macht heute die: KÜHLI electronics aus Niedersachsen.

Kühlschränke sind eine praktische Erfindung. Vor allem, wenn sie gut gefüllt sind. Wenn man aber das Einkaufen vergessen hat, ist das ziemlich schlecht. Und wohl jeder hat schon mal den Kühlschrank geöffnet und dann gemerkt, dass das Objekt seiner Begierde aus ist: der Lieblingsjoghurt, die Milch für den Kakao, die Marmelade. Und meistens sind gerade dann alle Läden zu.

Sechs Mädels aus Niedersachsen wollen da nun Abhilfe schaffen: Rebecca, Laura, Katharina, Marlena, Melanie und Kim Svenja besuchen den Wirtschaftszweig des Fachgymnasiums Nienburg BBS. Die 17- und 18-Jährigen machten sich im Rahmen eines Kursprojekts Gedanken über ihre Projektidee: ein Kühlschrank, der einem sagt, wie viel von einem Produkt noch da ist, und was gekauft werden muss.

„Wir wollten etwas machen, das alltagstauglich ist“, erklärt Teamleiterin Rebecca. Deshalb habe sich ihre Firma KÜHLI electronics zur Aufgabe gemacht, ein System für Kühlschränke zu entwickeln, welches alle Ein- und Ausgänge erfasst und so eine schnelle Bestandsaufnahme ermöglicht. „Auch wenn die ganze Sache ziemlich aufwändig ist und wir unsere Freizeit opfern müssen, macht es doch sehr viel Spaß“, berichtet Rebecca. Die große Frage bei dem Projekt ist natürlich, wie die technischen Möglichkeiten sind, das Ganze umzusetzen. Wir sind schon sehr gespannt! Und würden uns natürlich auch als Tester anbieten. Denn das Problem des leeren Kühlschranks kennen wir nur all zu gut… :)

Damit es in eurem Team rund läuft : Tipps von einem Experten

09. März 2009
Michael Thoma - Schulpsychologe

Michael Thoma Schulpsychologe

Wir haben schon mehrmals darauf hingewiesen: Teamfähigkeit wird beim Deutschen Gründerpreis für Schüler ganz groß geschrieben! Doch im zwischenmenschlichen Miteinander kann es immer wieder mal knirschen – gerade in stressigeren Situationen. Wie könnt ihr mit eurem Team solche Klippen umschiffen – darüber haben wir mit Michael Thoma gesprochen. Der 40-Jährige arbeitet in Oberbayern als Schulpsychologe.

Wie muss man im Team zusammenarbeiten, damit Konflikte von vornherein vermieden werden?

Michael Thoma: Zunächst ist es wichtig, dass man sich in der Formierungsphase kennen lernt und sich über die gemeinsamen Ziele und Aufgaben verständigt. Die zweite Phase eines Gruppenprozesses ist die Konfliktphase. Hier sollte die Gruppe durchaus Meinungsverschiedenheiten zulassen und sich sachlich austauschen. Wichtig in dieser Phase ist, dass man jedem Gruppenmitglied genug Zeit einräumt, seine Meinung darzustellen, auch wenn sie nicht sofort mehrheitsfähig ist. In der dritten Phase, der Normierungsphase, sollten die Rollen und Aufgaben klar verteilt werden. Auch die zeitliche Planung bzw. Struktur muss hier für und von allen Gruppenmitgliedern klar festgelegt, also normiert werden. Schließlich kommt die Gruppe in die Leistungsphase, in der dann endlich zielorientiert gearbeitet wird.

Das klingt in der Theorie gut. Aber wenn dann doch mal die Fetzen fliegen – wie geht man damit um?

Michael Thoma: „In einer Küche, in der es nicht raucht, wird auch nicht gekocht“. In diesem Sinne sind Konflikte durchaus erwünscht, wenn man sie als Entwicklungsaufgabe für die Gruppe sieht. Das heißt, dass eine Gruppe meist an ihren Problemen und Lösungen „wächst“ und sich das Wir-Gefühl immer besser entwickelt. Auch ist es wichtig, dass man immer wieder reflektiert, ob einzelne – eventuell selbsternannte –  „Gruppenführer“ die Gruppe zu stark beeinflussen oder gar dominieren und das Ergebnis der Arbeit so einseitig wird. Bei Streitigkeiten kann mit der „Blitzlichtmethode“ Raum für freie Meinungsäußerung geschaffen werden.

Wie funktioniert diese Methode?

Michael Thoma: Die „Blitzlichtmethode“ hat sich gut bewährt. Jeder hat beispielsweise drei Minuten freie Redezeit, ohne dass man ihn oder sie unterbrechen darf. Durch aktives Zuhören und Nachfragen im Anschluss an die Blitzlichtrunde erfährt man dann mehr darüber, wie die einzelnen Gruppenmitglieder zu ihrer Meinung kommen und wo genau die Abweichungen liegen. Diese Informationen helfen dann bei der Lösung des Konflikts.

Wenn man sich im Team unwohl oder unverstanden fühlt, sollte man dann offensiv mit den anderen darüber reden?

Michael Thoma: Lieber „offen“ als „offensiv“ mit den anderen darüber reden! Wichtig sind hier das richtige Timing für das „Frustabladen“ und natürlich der richtige Ton. Beschuldigungen und Beleidigungen sind kontraproduktiv und sollten besser durch klare „Ich-Botschaften“ ersetzt werden, die die eigenen Emotionen ausdrücken, zum Beispiel „Ich bin jetzt echt richtig sauer, weil ich das Gefühl habe, ausgeschlossen zu werden!“ oder zum Beispiel „Unsere Teamarbeit würde mir ehrlich gesagt mehr Spaß machen, wenn ich das Gefühl hätte, dass meine Meinung auch zur Kenntnis genommen wird!“ Je ruhiger man dabei bleiben kann, umso wahrscheinlicher wird man gehört – und bitte immer vermeiden, die Konflikte hinter dem Rücken eines anderen zu thematisieren!

Im Wettbewerb arbeitet das Team an einer gemeinsamen Geschäftsidee. Da ist viel Kreativität und Engagement gefragt – und das kann sehr stressig sein. Wie wichtig ist es, nebenbei auch noch gemeinschaftliche Freizeiterlebnisse zu haben?

Michael Thoma: Hier gilt der gleiche Grundsatz wie fast überall im Leben: Mman sollte die richtige Mischung finden! Gemeinschaftliche Freizeiterlebnisse stärken das Wir-Gefühl, also den Gruppenzusammenhalt. Auch ist es wichtig, die anderen Gruppenmitglieder durchaus mal von einer anderen Seite zu erleben und dort zum Beispiel eine kreative Seite bei Jemandem zu entdecken, den man bisher im Team eher als „starr und konservativ“ eingeschätzt hat.

Wenn die Teammitglieder merken, dass sie Meinungsverschiedenheiten nicht mehr alleine regeln können, wo sollten sie dann Rat holen?

Michael Thoma: Es ist keine Schande für die Gruppe, sich auch mal Rat bei Erwachsenen zu holen. Das gilt beim Deutschen Gründerpreis für Schüler genauso wie im normalen Alltag. Eltern, Lehrer, Projektbegleiter, Stufenbetreuer, Vertrauenslehrer, Beratungslehrer oder Schulpsychologen werden oft gerne um Rat gefragt, wenn es um Gruppenaktivitäten und damit verbundene Aufgaben oder Probleme geht. Sie liefern meist neutrale Sichtweisen, die Probleme neu beleuchten und dadurch manchmal auch lösen können. Ideal ist es, wenn die Gruppe gemeinsam nach Rat fragt und nicht Einzelne sich „ältere Verbündete“ suchen, nur um ihren eigenen Standpunkt durch eine externe Meinung zu bestärken.

1.217 Teams beweisen: Keine Angst vor dem Thema „Wirtschaft“!

26. Februar 2009

Für Schwarzseher ist momentan Hochkonjunktur: Fast täglich gibt es neue Horrorzahlen über steigende Arbeitslosigkeit, Einbruch des Bruttoinlandsprodukts und Firmeninsolvenzen. Da wird es höchste Zeit, auch mal eine schöne Zahl zu vermelden: 1.217. So viele Schülerteams machen beim diesjährigen Deutschen Gründerpreis für Schüler nämlich mit – und beweisen: Trotz Krise macht das Thema „Wirtschaft“ Spaß!

Was erwartet euch nun in den kommenden vier Monaten? Man könnte einen bekannten Werbeslogan zitieren: „Spannung, Spiel und Schokolade“. Auf spielerische Weise sollt ihr lernen, das Thema „Wirtschaft“ besser zu verstehen. Schrittweise müsst ihr für euer Vorhaben ein Geschäftskonzept erarbeiten. Spannend wird es besonders, wenn mal etwas nicht nach Plan läuft – was immer passieren kann. Dann ist besonders viel Engagement und Kreativität gefragt. Damit ihr auch in solchen Situationen bei Laune bleibt, solltet ihr euch auf jeden Fall einen größeren Vorrat an Schokolade zulegen…
Wir sind jedenfalls sehr gespannt, welche zehn der 1217 Teams am 17. Juni bei der Bundessiegerehrung in Hamburg dabei sein werden. Ihr selbst habt das in der Hand – Wirtschaftskrise hin oder her. Oder mit dem großen Reformator Martin Luther gesprochen: „Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz.“ Besser können wir das auch nicht sagen… ;-)

Wenn ihr mitmacht, macht es richtig!

24. Februar 2009

Viel Arbeit reinstecken oder einfach mal so teilnehmen und schauen, was passiert? Wenn euch diese Frage noch im Kopf rumschwirrt, dann ist es höchste Zeit, euch zu entscheiden: und zwar zum Mitmachen – und damit mein ich ihr solltet mit ganzem Herzen dabei sein! Natürlich kann man sich „einfach mal anmelden” und dann ein paar Stunden für jede Aufgabe investieren … Aber Spaß haben und wirklich voran kommen tut ihr nur dann, wenn ihr alles gebt. Macht nicht den Fehler, ein Team zu sein, das jede Aufgabe auf den letzten Drücker und nur halbfertig einreicht, ohne sich groß Gedanken gemacht zu haben – ein Platz auf den hinteren Plätzen ist damit nämlich fest gebucht! Und zudem ist man dann viel leichter gestresst und gefrustet, weil man schnell auf den letzten Drücker etwas verhuscht zusammenzimmern muss. Glaubt mir, es macht wirklich mehr Spaß, wenn ihr euch genügend Zeit für den Gründerpreis in eurem Tagesplan einräumt.

Denn wenn ihr richtig mitmacht, alle Aufgaben pünktlich und komplett erledigt, euch darüber Gedanken macht und die Aufgaben kreativ angeht, ist das die beste Voraussetzung, um beim Gründerpreis viel Spaß zu haben und nachher vorne mit dabei zu sein. Unter die Top-Teams zu kommen ist schließlich kein Hexenwerk, sondern das Ergebnis intensiver und kreativer Arbeit. Was ich euch damit sagen will: Wenn ihr mitmacht, macht es richtig! Nehmt den Deutschen Gründerpreis für Schüler so ernst, wie ihr auch ein Schulprojekt nehmen würdet (und glaubt mir, es wird euch viel interessanter vorkommen) und hängt euch rein. Es lohnt sich!

Dies ist ein Gastbeitrag von Philipp Stiel, ehemaliger Teilnehmer des Deutschen Gründerpreises für Schüler.

Wirtschaftskrise – Nein Danke!

17. Februar 2009

Seit letztem Donnerstag, dem 12.02., ist die offizielle Anmeldefrist für Teilnehmer am Deutschen Gründerpreis für Schüler abgelaufen. Unzählige Teams haben sich angemeldet, aber warum wollt ihr überhaupt dabei sein? Wir wollten wissen, wieso ihr eigentlich mitmacht, was euch reizt, was für euch die besondere Herausforderung dabei darstellt. Hier fassen wir für Euch ein paar Beiträge zusammen:

„An unserem Gymnasium ist es ein Must, am Deutschen Gründerpreis teilzunehmen“, schreibt das Team School Event GmbH. Der Wettbewerb biete eine große Chance, „unser im Unterricht theoretisch angeeignetes Wissen auch mal praktisch umzusetzen.“ Damit werde das „manchmal etwas trockene Fach BWL interessanter und kreativer.“ Und die fünf Mädels versprechen: „Wir sprudeln förmlich über vor neuen Ideen.“

Das Team PAD – Technology betont vor allem, dass man durch die Teilnahme „einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt“ bekommt. „Zudem erfahren wir, wie es ist, ein Unternehmen aufzubauen und zu führen.“ Den Praxisbezug heben auch die Mitglieder des Teams „stap.“ hervor: „Dadurch, dass wir Einblick bekommen in Produktionsprozesse und spielerisch lernen, wie man ein eigenes Unternehmen gründen und selbstständig werden kann, haben wir ganz neue Zukunftsperspektiven bekommen.“ Für das Team wäre es ein Traum, „wenn wir unser Produkt später mal wirklich im Laden sehen könnten oder dass wir Leute auf der Straße sehen, die es benutzen.“

An die Zukunft denkt auch das Team Ökoprofit: „Wir sind zukunftsorientiert, uns ist die Zukunft nicht egal.“ Man wolle die Menschen „auf lokaler und globaler Ebene davon überzeugen, sich einen strategischen und ökologischen Konsum anzueignen.“

Besondere Kreativität bei der Begründung legte das Team BeeoniX an den Tag. Unter dem Titel „Wirtschaftskrise – Nein Danke“ verfassten die vier Teammitglieder ein Gedicht:
„Wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand.
Wir gründen ein Unternehmen und werden weltbekannt.
Ob Gründer- oder Nobelpreis – ganz egal.
Wir wollen siegen jedes Mal.“

Dafür wünschen wir euch – aber natürlich auch allen anderen Teams – viel Erfolg! ;-)

Ich erkenne, wohin der Hase läuft – Interview mit Thomas Osterkorn

06. Februar 2009

Herr Osterkorn, sind Sie ein Teamspieler?
Andreas Petzold und ich leiten als Doppelspitze seit fast 10 Jahren erfolgreich den STERN. Das geht nur, wenn man Teamspieler ist.

Welche Ihrer Eigenschaften würden Ihnen bei einer Teilnahme beim Deutschen Gründerpreis für Schüler helfen?
Ich kann ziemlich schnell erkennen, wohin der Hase läuft und wie man es organisieren muss, damit man ihn erwischt. Kurz: Ich muss nicht alles besser wissen, ich muss nur wissen und organisieren, dass am Ende das Beste herauskommt.

Und gibt es auch welche, die hinderlich wären?
Ich bin ungeduldig und manchmal auch ungnädig.

Wenn Sie teilnehmen würden: Was wäre Ihre Geschäftsidee?
Ein Medienprodukt, für das man auch im Internet, wo sonst fast alles kostenlos ist, richtiges Geld nehmen kann. Mehr verrate ich nicht …

Bei den Top Ten-Teams der letzten Jahre gab es kaum Geschäftsideen aus dem Medienbereich. Sehen Sie da Potenzial?
Ja, weil ich bei meinen Söhnen (17 und 13 Jahre alt) und deren Freunden erfreut feststelle, dass sie durchaus wieder Zeitschriften lesen, sogar anspruchsvolle. NEON macht ja vor, dass Print auch bei jungen Leuten große Chancen hat, wenn es sie Ernst nimmt und auf ihre Bedürfnisse eingeht, ohne sich anzubiedern.

Die Teilnehmer müssen ihrem Unternehmen auch einen Namen geben. Haben Sie als Journalist vielleicht Tipps, worauf man achten sollte?

Der Name muss neugierig machen, einen zum Lachen oder zum Nachdenken bringen – einfach Aufmerksamkeit erregen.

Das Planspiel soll Lust auf unternehmerisches Denken machen. Jetzt spricht alle Welt von der Finanz- und Wirtschaftskrise, von unternehmerischen Fehlentscheidungen. Machen diese Rahmenbedingungen das diesjährige Planspiel noch reizvoller?
Ja klar. Die Leute hören ja nicht auf zu lesen, zu schauen, zu hören, zu konsumieren: Sie tun es nur vorsichtiger, bewusster, anspruchsvoller.

Ist die Krise vielleicht auch eine Chance für besonders kreative, ungewöhnliche, gewagte Ideen?
Absolut. Na klar, die Krise reißt Lücken in etablierte Märkte – und da kann man hineinstoßen mit guten Ideen. Nur Mut!

Ist dein Team schon komplett?

04. Februar 2009

Hast du zu viele oder zu wenig Löwendompteure in deinem Team? Oder fehlt dir gar überhaupt noch jemand? Ihr versucht gerade, eure Klasse in Teams aufzuteilen – aber irgendwie funktioniert das noch nicht? Wie setzt man überhaupt ein gutes Team zusammen?

Nun, zu viele Regeln gibt es da nicht, wenn man überhaupt von Regeln sprechen sollte. Aber ein paar nützlich Tipps möchten ich denen, die sich noch nicht angemeldet haben, noch weitergeben: Männlein und Weiblein ziehen sich an – und im Job ergänzen sie sich. Warum immer nur die Jungs in das eine und die Mädels in das andere Team? Ihr habt unterschiedliche Stärken und Schwächen, deshalb solltet ihr euch so mischen, dass alle profitieren! Überhaupt, das mit den Stärken und Schwächen ist das Wichtigste: Habt ihr einen, der sich für Design interessiert? Und jemanden, der mit Zahlen umgehen kann? Einen, der gut Leute ansprechen und eure Idee verkaufen kann, braucht ihr auch! Und nicht zu vergessen den Typ “Manager”, der Konflikte schlichten und den anderen auch mal Dampf machen kann, ohne dabei autoritär zu wirken. Kurz gesagt: Ihr braucht einen Dompteur genau so doll wie den Löwen, der sich auf das Podest stellt und von allen angeschaut werden kann – ohne dabei rot zu werden.

Zu guter letzt: Vielleicht probiert ihr auch mal aus, nicht nur mit Freunden ein Team zu bilden, schließlich ist es nicht nur von Vorteil, wenn man sich schon super gut kennt. Oftmals kommen in einem Team, das sich gar nicht kennt, ganz ungeahnte Fähigkeiten heraus. Vielleicht bist du ja doch kein Dompteur, sondern lieber der schillernde Löwe?

Dies ist ein Gastbeitrag von Philipp Stiel, ehemaliger Teilnehmer des Deutschen Gründerpreises für Schüler.

Welches Team knackt die 1.000er Marke?

02. Februar 2009

Mit ein bisschen Glück und einer schnellen Anmeldung habt ihr die Chance, euer Team exklusiv vorzustellen. Der Grund: Wir nähern uns mit großen Schritten der tausendsten Anmeldung und das wollen wir mit euch festhalten und feiern! Täglich beobachten wir die steigende Anzahl der Bewerbungen und die Spannung wächst, welches Team unter der besonderen Anmeldenummer 1.000 eingeht. Die Gewinner dürfen ihren Ideen freien Lauf lassen und uns Fotos, Steckbriefe oder auch ein Kurzvideo per Mail schicken, die wir dann sofort in diesem Blog veröffentlichen. Aber natürlich bleibt eure Geschäftsidee geheim!

Wenn noch Fragen offen sind: Viele Infos zum Einstieg und Anmeldeverfahren gibts im Anmeldevideo . Da bekommt ihr auf die Schnelle das Anmeldeprozedere erklärt. Und wer sich einen ganz genauen Überblick verschaffen will, findet alle wichtigen Hinweise zur Anmeldung unter dem Punkt “Teilnahme” auf der Homepage. Hier wird euch Schritt für Schritt erklärt, was ihr zu beachten habt – sei es der zeitliche Ablauf während der Spielphase, das Punktesystem oder die Bewältigung der einzelnen Aufgaben. Zuletzt klickt ihr auf “Hier bewerben” und registriert euer Team.

Viel Erfolg für die vielleicht tausendste Anmeldung!

Ein internationales Franchising-System für Currywürste – Interview mit Andreas Korn

30. Januar 2009

Andreas Korn - Moderator unseres Vertrauens Andreas Korn hat zwei ganz wichtige Jobs: Seit 1999 moderiert er im ZDF die Kindernachrichtensendung logo!. Und seit zwei Jahren moderiert er die Bundessiegerehrung des Deutschen Gründerpreises für Schüler. In diesem Jahr ist er natürlich auch wieder dabei.

Herr Korn, wie waren Sie als Schüler? Was hat Sie damals ausgezeichnet?
Oha. Jetzt wirds gleich am Anfang brenzlig. Ich bin nämlich gerne zur Schule gegangen. War ne tolle Zeit, vor allem wegen der ganzen Aktivitäten drum rum. Habe fast alle AGs usw. mitgemacht. Das Lernen lief zwar eher nebenher, aber auch nicht schlecht. Immerhin kann ich meinen Namen fehlerfrei schreiben.

Haben Sie sich außerhalb der Schule engagiert? Vielleicht sogar an einem Schülerwettbewerb teilgenommen? Wenn ja – was war Ihre Motivation und wie ist es gelaufen?
Mein größtes Engagement war eine Theater-AG, die ich gegründet und geleitet habe. Da haben wir dann so was wie Loriot-Abende gespielt.

Was könnten Sie heute vielleicht besser, wenn Sie mit 16 Jahren am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen hätten?
Also, ich fand es damals immer total schwierig, sich mit und in einer Gruppe zu einigen. Da wollte ich früher mehr mit dem Kopf durch die Wand als heute. Inzwischen bin ich da viel relaxter geworden.

Und wenn Sie in der nächsten Runde teilnehmen würden: Was wäre Ihre Geschäftsidee?
Ein internationales Franchising-System für Currywürste (auch wegen des günstigen Eigenverzehrs)

Sie haben die letzten beiden Siegerehrungen moderiert. Was zeichnete aus Ihrer Sicht die erfolgreichsten Teams beim Deutschen Gründerpreis für Schüler aus? Wie haben Sie die Teams auf der Bühne erlebt?
Die Moderation des Gründerpreises ist immer ein Fest! Was ich da schon alles an intelligenten und witzigen Unternehmergründer-Ideen gesehen habe, sucht ihresgleichen. Besonders beeindruckend sind natürlich immer Ideen, die auch ne reelle Chance auf dem Markt haben. Und bei der Präsentation gefallen mir immer Performances, die geradeaus sind, bei denen man aber auch mal schmunzeln oder auch lachen darf.

Sie beschäftigen sich als Moderator der ZDF-Kindernachrichten logo! sehr intensiv mit den Kindern und Jugendlichen dieser Generation – welche Themen bewegen diese Zielgruppe gerade? Wie würden Sie diese Generation beschreiben?
Generation Handy-Laptop. Wahnsinn. Schon die ganz Kleinen kennen fast jede Internet-Adresse auswendig.

Gerade jetzt in der Finanzkrise – ist Deutschland wohlmöglich der Gründergeist abhanden gekommen?
Ich glaube nicht. Gerade jetzt sind innovative Ideen gefragt.

In unserem Blog geht es nicht so förmlich zu. Sie haben also jetzt die einmalige Chance, allen Nachwuchsgründern noch etwas mit auf den Weg zu geben, was Sie schon immer mal sagen wollten …
Ihr wuppt das Ding. Setzt Euch hin, trinkt gerne auch mal eine Cola über den Durst und seid kreativ. Ich freue mich sehr auf Euch bei der Preisverleihung und auf die Party danach.