Archiv für Dezember 2008

Teamarbeit wird groß geschrieben

Samstag, 20. Dezember 2008

Christine KadolliWer macht was beim Deutschen Gründerpreis für Schüler? In unserer kleinen Serie über die Verantwortlichen hinter den Kulissen haben wir euch bereits Projektleiterin Nadja Töpper vorgestellt. Nun folgt ein Interview mit Spielleiterin Christine Kadolli.

Was sind Ihre Aufgaben beim Deutschen Gründerpreis für Schüler?
Beim Deutschen Gründerpreis für Schüler wird – nicht nur bei den Teilnehmern – die Teamarbeit ganz groß geschrieben. Einzelkämpfer haben keine Chance. So ist es auch bei den Aufgaben, die von mir erledigt werden. Ich arbeite hier ganz eng mit dem Projektbüro des Deutschen Gründerpreises für Schüler und dem ganzen Projektteam zusammen. Deswegen rede ich auch lieber von „unseren Aufgaben“, die „wir“ erledigen …

Und was macht Ihr Team konkret?
Wir sorgen dafür, dass alles klappt, damit die Spielunterlagen zur Verfügung stehen, die Spielplattform aktuell ist und funktioniert, die Teams zuverlässig ihre Aufgaben bekommen, das Ranking pünktlich nach der jeweiligen Aufgabenabgabe stimmt, alle Beteiligten die gewünschten Hilfen und Unterstützung – den Support – erhalten, die Jurierung reibungslos, termingerecht und qualitativ hochwertig erledigt wird, das Feedback der Teilnehmer zum Spiel berücksichtigt wird, das Spiel von Jahr zu Jahr überarbeitet wird, von Jahr zu Jahr das Interesse und die Teilnehmerzahl wächst, und noch vieles mehr.

Die Teilnehmer werden von einem „Mister S“ unterstützt. Was verbirgt sich dahinter?
Hinter „Mister S“ steht ein Team – wie könnte es anders sein – von mehreren Personen. Während der Spielzeit sind wir zu viert oder zu fünft, außerhalb des eigentlichen Wettbewerbs entsprechend weniger Personen.

Wie erreiche ich Mister S?
Am Besten per Mail, zum Beispiel über das Kontaktformular auf der Homepage www.deutscher-gruenderpreis.de/schueler, oder direkt über die Mailadresse misters@dgp-schueler.de .Telefonisch geht es natürlich auch! Unter der Telefonnummer 0711 782 2220 meldet sich das Mister S-Team. Natürlich nur während der normalen Arbeitszeiten – auch Mister S braucht Freizeit! ;-)

Sie sind beim Gründerpreis-Wettbewerb von Anfang an dabei. Was ist Ihnen im Laufe der Jahre bei den Projekten aufgefallen?

Die Projekte der Teams spiegeln die wichtigsten Probleme der Gesellschaft und auch den Zeitgeist sehr schön wieder. Waren zu Beginn viele, viele technische Ideen rund um das Internet und Computeranwendungen „modern“, hat sich das Interesse heutzutage mehr auf das Themengebiet „Energie und Rohstoffe“ verlagert. Auch der auffällige demographische Wandel mit einer immer größeren Generation 50+ spielt eine wichtige Rolle.

Was war Ihr persönliches Highlight beim Deutschen Gründerpreis für Schüler bislang?
Der Teilnahmerekord mit über 1300 Teams im Jahr 2007! Und den würden wir 2009 gerne noch um möglichst viele Teams toppen!

Was ist für Sie jedes Jahr aufs Neue die größte Herausforderung?
Am spannendsten sind für uns immer die Teams! Erst einmal die Quantität: Gibt es einen neuen Teilnahmerekord? Und dann natürlich auch die Qualität: Mit welchen Ideen beschäftigen sich die Teams und wie sind die Ergebnisse? Ein besonderes Highlight ist es immer, die Teams, die man bislang nur von ihren Arbeiten, vom Mailen oder auch Telefonieren kennt, dann auch persönlich bei der Bundessiegerehrung oder dem Future Camp zu treffen. Es macht unheimlich Spaß zu sehen, wie engagiert, intelligent und kreativ unsere Teams sind.

Womit beschäftigen Sie sich, wenn sich nicht am Gründerpreis-Wettbewerb arbeiten?
Das Projekt beschäftigt mich tatsächlich das ganze Jahr über. Während des Wettbewerbs natürlich in stärkerem Maß. Es bleibt aber auch noch Zeit für den Sparkassen-SchulService. Der Sparkassen-SchulService stellt Unterrichtsmaterialien rund um die Themen Geld und Wirtschaft bereit. Rund 130 Medien – Broschüren, Filme und Software – richten sich an Schüler und Lehrer aller Schulformen und Altersstufen. Hier gehören die Themen rund um Geld und Zahlungsverkehr, Sparen und Kredit sowie das weite Feld der Schulentwicklung und des Schulmanagements zu meinem Aufgabengebiet. Wer sich näher informieren will, surft einfach einmal zu www.sparkassen-schulservice.de

„Kreativität, Disziplin und Begeisterung“ – Ein früherer Preisträger plaudert aus dem Nähkästchen

Mittwoch, 17. Dezember 2008
JanisTeam

Jannis (2 v. r.) und sein Team bei der Siegerehrung 2007

Jannis Funk hat 2007 zusammen mit vier Schulfreunden beim Deutschen Gründerpreis für Schüler gewonnen. Die Gruppe aus Bad Oynhausen gründete das Unternehmen Eureso, eine Internetplattform zur Vermittlung kreativer Arbeiten. Am Tag nach der Siegerehrung ging das Portal dann auch richtig online. Ein Jahr später wurde das Projekt jedoch beendet. „Neben Schule und Studium war es einfach nicht mehr zu bewältigen“, erklärt der 20-Jährige, der inzwischen Filmproduktions- praktikant in Berlin ist.

Jannis kann jedem nur empfehlen, am Wettbewerb teilzunehmen. Er selbst habe viel daraus mitgenommen: „Der Wettbewerb hat gezeigt, wie man Ziele erreichen kann, wenn man Kreativität, Disziplin und Begeisterung mitbringt.“ Wer keine Träume habe, könne diese auch nicht erreichen. Die größte Herausforderung für Jannis war die Funktion als Teamleiter: „Ich konnte dabei wichtige Erfahrungen sammeln.“ Auch auf seinen Berufswunsch habe sich das ausgewirkt: „Ich möchte nicht mehr Drehbuchautor, sondern Produzent werden.“

Wichtig sei es, dass man sich über das Projekt regelmäßig mit anderen Leuten austausche, auch mit Experten: „Das ist hilfreich – und keinesfalls unlauter.“ Außerdem müsse das Team gut zusammenarbeiten: „Idealerweise ist man mit fähigen Leuten befreundet“, erklärt der 20-Jährige mit einem Augenzwinkern. Bei ihm habe das jedenfalls zugetroffen: „Wir haben viele Nächte zusammen durchgearbeitet.“ Und noch etwas legt Jannis den diesjährigen Teilnehmern ans Herzen: „Je mehr man reinsteckt, desto mehr lernt man dabei.“ Und man müsse unbedingt von seinem Projekt überzeugt sein

Nicht das Was ist entscheidend – sondern das Wie

Montag, 15. Dezember 2008

besprechung2

Ihr wollt unbedingt am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilnehmen, seid euch aber unsicher, ob eure Geschäftsidee wirklich zündet?

Dann macht ihr euch umsonst Gedanken. Denn beim Wettbewerb gilt: Nicht das Was ist entscheidend – sondern das Wie! Soll heißen: Ihr müsst keine innovative Meisterleistung vollbringen, nicht den Stein der Weisen oder das Ei des Kolumbus finden. Natürlich ist es schön, wenn euer Projekt etwas ganz Neues bietet. Es ist aber keine Voraussetzung. Viel wichtiger ist, wie ihr in eurem Projekt arbeitet. Euer Businessplan muss überzeugen, und ihr müsst motiviert sein. Ihr könnt also auch den zwanzigsten Coffee-Shop aufmachen – solange ihr engagiert dabei seid und gut begründen könnt, warum er ein Erfolg sein wird.

Wenn ihr Fragen zu dem Thema “Geschäftsidee” habt, könnt ihr sie gerne auch hier im Blog posten.

„Also Leute, anmelden!“

Dienstag, 09. Dezember 2008

Der Deutsche Gründerpreis für Schüler geht in die zehnte Runde – und zum Auftakt haben wir mit den Verantwortlichen hinter den Kulissen gesprochen. Heute könnt ihr ein Interview mit Projektleiterin Nadja Töpper lesen:

Bis 12. Februar kann man sich beim Gründerpreis für Schüler bewerben. Auf welche Teilnehmer hoffen Sie?

Auf Teilnehmer, die Lust haben, etwas Neues auszuprobieren. Auf Querdenker. Auf Analytische. Auf Kreative. Auf Erbsenzähler. Auf Kommunikative. Und das am Besten in einem Team.

Was müssen die Schüler mitbringen, um eine Chance auf den Sieg zu haben?

Neben dem eben schon genannten: Sie müssen Spaß haben an Wirtschaftsthemen und Teamarbeit. Sie müssen an Ihre Idee glauben und geschickt Ihr Netzwerk nutzen: Unternehmerpate, Coach, Spielbetreuer. Außerdem Biss, Mut, Durchhaltevermögen. – Und Humor. Der hilft in kritischen Situationen!

Was soll das Planspiel erreichen?

Die Jugendlichen sollen die Chance haben, unternehmerisches Denken zu lernen und einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen: Was ist eigentlich Wirtschaft? Was steckt hinter Werbung, Marketing und Finanzierung? Sie können durch praxisbezogenes Arbeiten spielerisch die Welt der Wirtschaft erleben. Und dadurch gleichzeitig viel über die eigene Stärken kennen lernen, und Orientierung bei der Berufs-/Ausbildungswahl bekommen. Als ich in dem Alter war, hatte ich keine Ahnung, was ich eigentlich richtig gut kann oder welchen Job ich mal machen möchte. Das erleichtert die Wahl der Ausbildung nicht gerade…

Der Preis geht in diesem Jahr in die zehnte Runde. Gibt es irgendwelche Neuerungen?

Die zehnte Runde ist ein Erfolg für uns, denn über 35.000 Jugendliche haben seit Beginn teilgenommen. Immer mehr Lehrer binden das Planspiel in den Unterricht ein und Schüler können dadurch praxisorientierten Unterricht erleben, der im Zweifel einfach mehr Spaß macht. Neuerungen gibt es ständig, denn natürlich entwickeln wir das Projekt immer weiter. Wir hoffen auf einen neuen Teilnehmerrekord. Also Leute, anmelden!

Sie sind schon seit fünf Jahren Projektleiterin. Macht die Arbeit immer noch Spaß?

Als ich anfing, hieß das Projekt noch StartUp-Werkstatt, seit 2007 sind wir unter der Dachmarke „Deutsche Gründerpreis“ angegliedert, was eine Aufwertung für die Schüler darstellt. Auffällig ist, dass die Schüler immer die Trends der jeweiligen Zeit aufgreifen, das finde ich gut. Zuerst dachte ich, es wird langweilig, ein Projekt so lange zu begleiten. Aber wenn ich jedes Jahr wieder sehe, wie viel Herzblut die Schüler in Ihre Projekte stecken, dann ist es Ansporn für mich, weiter zu machen!

Was genau machen Sie als Projektleiterin?

Meine Aufgaben sind die bundesweite Vermarktung, die Steuerung zwischen allen Beteiligten, die Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung des Vertriebs, die Events (also Bundessiegerehrung und das Future Camp – vom Ablauf über Dekoration bis hin zur Auswahl des Essens!), und natürlich die Weiterentwicklung des Deutschen Gründerpreises für Schüler.

Sie hatten bislang viel mit der Vorbereitung zu tun. Sind Sie froh, dass es nun bald losgeht?

Na klar bin ich froh, auch wenn ich dadurch nicht weniger Arbeit habe. Aber ich freue mich jedes Jahr wieder auf die spannenden Ideen der Jugendlichen und die Hälfte würde ich auch gerne gleich kaufen oder nutzen… Schwierig ist bloß die Zeit kurz vor dem Bewerbungsschluss. Da bekomme ich Herzflattern. Wieso müsst Ihr euch alle eigentlich immer auf die letzte Minute anmelden??? ;-)

Informationen für die Anmeldung eures Teams für den 10. Gründerpreis für Schüler findet ihr hier:
http://www.dgp-schueler.de

Jetzt geht’s los!

Dienstag, 09. Dezember 2008

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Heute startet das DGP-Blog.de! Wir werden in diesem Blog für euch über alles Interessante rund um den Deutschen Gründerpreis für Schüler berichten. Wir sprechen mit den Machern hinter den Kulissen, stellen Teams vor, präsentieren die Projekte früherer Sieger. Wir wollen euch aber nicht nur mit Informationen zuschütten – sondern mit euch in Kontakt treten. Wenn ihr also Fragen, Anregungen und Kritik habt: nur zu!

Das Blog wird zusammen vom Deutschen Gründerpreis für Schüler und der Jugendzeitung yaez betrieben. Es bloggen Jochen, Janos, Anke und weitere yaez-Autoren. Der Deutsche Gründerpreis für Schüler ist das bundesweit größte Existenzgründer-Planspiel für Jugendliche, die im Rahmen einer fiktiven Unternehmensgründung ein Geschäftskonzept entwickeln. Die Jugendzeitung yaez erscheint siebenmal jährlich in einer Auflage von über 340.000 Exemplare und liegt an über 5.000 Gymnasien und Realschulen aus.

Wir sind super gespannt, was in dieser Runde alles passieren wird und stehen euch natürlich jederzeit gerne zu allen Themen Rede und Antwort,
Euer DGP-Blog Team